Die aktuelle Hotrec Studie und das zu erwartende Gejammer

Ich wollte ohnehin in diesem Beitrag darüber schreiben, dass sich Hoteliers und Vermieter weniger mit den Preisen der Nachbarn und mehr mit Ihrem „StandAlone“ Merkmal befassen sollen!

Die aktuelle Hotrec Studie, welche wie immer ein Wachstum bei den OTAs vorlegt und einen weiteren Rückgang der Direktbuchungen aufweist, veranlasst mich nun dazu, das Thema auch von Seiten der vielbejammerten Provisionszahlungen und der Umklammerung durch die Onliner, aufzugreifen.

Ein Punkt der von allen Hotelverbänden kritisiert wird sind die Bedingungen zu welchen der Hotelier „gezwungen“ ist, bei den großen Onlineplattformen zu verkaufen. Dies möchte ich aber so nicht stehen lassen!

Auch wenn Booking, Expedia & Co einheitliche Texte haben möchten um die Übersetzung und den Inhalt der Beschreibung in über 40 Sprachen zu vereinfachen, kann man über die Bildpräsentationen und vielen Zusatzmöglichkeiten in der Hotelausstattung seine USPs hervorragend hervorstreichen – gesetzt den Fall, man weiß darum!

Wir beobachten aber immer öfter, dass der Hotelier/Vermieter sich mehr mit dem Angebot seiner Nachbarn befasst, denn der Überlegung wofür sein eigenes Haus steht!

Was er besser macht?

Was er anders macht?

Was er genau anbieten möchte?

Erschwerend dazu kommt, dass nach wie vor zu viele unübersichtliche Preislisten auf den Hotelwebseiten zu finden sind. Der Kunde braucht quasi einen Taschenrechner um zu ermitteln, welcher Preis, welcher Zuschlag, welche Kinderregelung für ihn an seinem Wunschtermin gelten. Da ist natürlich bei Booking, Expedia und HRS einfacher zu buchen – Wunschdatum eingeben, Hotel-Zimmerkategorie-Gesamtpreis ansehen und auswählen, buchen! Man braucht gerade mal einen Namen, eine Mailadresse und/oder Telefonnummer sowie, in den meisten Fällen, die Kreditkarte (und diese wird ja freundlicherweise von den OTAs gespeichert).

Es dauert kaum eine Minute um seine Wunschdestination garantiert bestätigt zu haben!

Auf der Hotelwebseite muss man die Buchungsmöglichkeit zum Teil noch lange suchen, landet  in vielen Fällen wieder „nur“ in einem Anfrageformular (muss also auf die Bestätigung nochmal warten) und soll zudem seine gesamten Daten inklusive Gewicht, Körpergröße und dem letzten Röntgenbild bekannt geben. Trotz viel genutzter AutoFillFunktionen, immer noch viel Schreibarbeit!

Es dauert bis zu 24 Stunden bis man endlich sicher weiß, ob man seinen Termin, sein Hotel, sein Zimmer nun fix reserviert hat!

Es gilt endlich aufzuhören zu jammern über Provisionen und Last-Minute-Deals, über vereinheitlichte Buchungsbedingungen bei den Onlinebuchungsplattformen!

Es gilt die eigenen Angebote zu durchforsten, seine Einmaligkeit in den Vordergrund zu stellen und diese zu verkaufen!

Es gilt wieder ein Produkt, ein Erlebnis, eine Auszeit an den interessierten Gast zu bringen und nicht einen Preis!